“Kopf braucht Dach!”

Wohnungssuchende konkurrieren bis in die Mittelschicht hinein um günstigen Wohnraum - so ist es in Marburg und so ist es in fast allen deutschen Studentenstädten.

Eine Frau sitzt im Pappkarton mit einem Laptop auf dem Schoss

„Die deutschen Studentenwerke haben deshalb gemeinsam die Kampagne `Kopf braucht Dach` gestartet, mit der Bund, Länder und auch Kommunen dazu aufgefordert werden, mehr in Sachen Wohnheimbau für Studierende zu tun, sei es beim Neubau oder der Sanierung bestehender Häuser. Denn jeder neue Wohnheimplatz für Studierende entlastet die Wohnungsmärkte zugunsten einkommensschwächerer Nachfrager.“, erklärt Studentenwerksgeschäftsführer Dr. Uwe Grebe die Strategie der Studentenwerke. „Ziel der Kampagne ist, durch entsprechende Zuschüsse Mieten für Studierende zu halten, die sich an der BAföG-Wohnpauschale von 250 Euro orientieren. Dazu müssten zwei Milliarden Euro in den Bau von bundesweit 25.000 neuen Wohnheimplätzen investiert werden. Allein in Marburg benötigen wir 500 weitere Wohnheimplätze. 1,3 Milliarden Euro müssen bundesweit in die Sanierung bestehender Gebäude investiert werden - in Marburg müssen aktuell sieben Wohnheime saniert werden.“, so Grebe weiter.

Derzeit leben bundesweit rund 192.000 Studierende in den rund 1.700 Wohnheimen der Studentenwerke; mit einer durchschnittlichen Warmmiete von 241 Euro im Monat ist das Studentenwerks-Wohnheim die für Studierende preisgünstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses.